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Sharing Mobility: sozial, umweltfreundlich und effizient

27.10.2020

Sharing-Mobilitätsangebote verbreiten sich stark. Sie haben das Potenzial, flexible und individuelle Mobilität zu ermöglichen, sind eine Alternative zum privaten Autobesitz und eine Ergänzung zum öffentlichen Verkehr. In einem integrierten und gut vernetzten Mobilitätssystem kann Sharing Mobility also einen Beitrag zu sozialer, umweltfreundlicher und effizienter Mobilität leisten.

Im Zuge der Klimazielerreichung ist Sharing ein viel diskutierter Lösungsansatz. Daher beschäftigt sich AustriaTech mit neuen Mobilitätskonzepten und wie diese in schon bestehende eingebettet werden können und ist in ständigem Austausch mit VetreterInnen von Städten und Regionen. Welche Möglichkeiten Sharing bietet, wurde im Herbst 2019 auch bei der „ITS Challenge“ deutlich, die im Rahmen des Staatspreises Mobilität drei Unternehmen für besonders innovative Mobilitätslösungen auszeichnete: Ummadum, Carployee und easymobil sind Beispiele, wie Sharing in Regionen umgesetzt werden kann.

Schritt für Schritt zu einem flächendeckenden Sharing-Angebot

Das übergeordnete Ziel ist es, eine Sharing-Strategie zu etablieren und damit ein flächendeckendes und öffentlich zugängliches Angebot zu schaffen. Dafür ist es notwendig, einen regelmäßigen Austausch zwischen Bund, Land, Regionen, Städte, Gemeinden und weiteren Stakeholdern zu etablieren. Dafür müssen rechtliche, strategische und auch fördertechnische Aspekte berücksichtigt werden, um die Angebotsentwicklung zu unterstützen. Auf nationaler Ebene können Rahmenbedingungen geschaffen werden. Für die konkrete Umsetzung und Steuerung der Mobilitätsangeboten sind Städte und Gemeinden gefragt. Sie können beispielsweise Vorgaben für Anbieter erlassen, um die Integration in das bestehenden ÖV-System, die Bereitstellung von Flächen für Mobilitätsknotenpunkte oder den Aufbau eines kontinuierlichen Monitorings zu steuern. Mit jeder Stadt, jeder Region und jeder Gemeinde, die sich hier anschließt, kommen wir dem Ziel des flächendeckenden Angebots ein Stückchen näher.

Sharing in unser Mobilitätsverhalten integrieren

Sharing wird auch vermehrt in der Unternehmensmobilität mitgedacht, indem Sharing-Lösungen gezielt für den Arbeitsweg angeboten werden. Eine generelle Verhaltensänderung hin zu umweltfreundlicher und geteilter Mobilität kann dann erreicht werden, wenn diese für alle Wege, also sowohl private als auch dienstliche einfach und unkompliziert möglich ist. Spielerische Ansätze wie das Sammeln von sogenannten Mobilitätspunkte, die dann wiederum im lokalen Handel eingesetzt werden können, können die Nutzung umweltfreundlicher Mobilitätsformen noch weiter fördern.

Wichtig ist die Einbindung von Sharing-Lösungen in das vorhandene Mobilitätssystem. Mit sogenannten Mobilitätsknotenpunkte könnendie verschiedenen Angebote kombiniert und integrieret werden und der Weg von A nach B noch nachhaltiger zurückgelegt werden. Erkenntnisse von nationalen Projekten, aber auch internationale Studien, zeigen, dass stationsbasiertes Car-Sharing nachweislich den Besitz von Autos reduziert, insgesamt weniger Wege zurückgelegt werden und auch der öffentlich Verkehr gestärkt wird.

Für NutzerInnen bedeutet Sharing Vorteile bei Kosten und Flexibilität. Sharing-Angebote können besonders bei der effizienten Abdeckung der letzten Meile unterstützen und in vielen Regionen den öffentlichen Verkehr sinnvoll ergänzen. Die Erweiterung der Angebote ermöglicht eine Mobilität ohne Autobesitz und kann zu einer Reduktion des Gesamtverkehrsaufkommens beitragen.

 

AustriaTech ist an diversen Projekten beteiligt, die sich mit Sharing beschäftigen, wie beispielsweise Dynaxibility, MELINDA oder die Urbanen Mobilitätslabore. Überdies arbeitet AustriaTech eng mit dem Österreichischen Städtebund zusammen. Hieraus ist zum Beispiel die aktuelle Webinar-Reihe zu Klimaschutz und Verkehr im Rahmen von villach.live.digital entstanden.

Mehr zu Sharing, Mikromobilität und neuen Mobilitätsservices lesen Sie außerdem in unserem Jahresbericht.

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