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„Verkehrsdaten, das Gold des 21. Jahrhunderts?“

Die Entwicklungen von multimodaler Reiseinformation in Deutschland und Österreich

07.10.2019

Unsere Expertin Bettina Neuhäuser nahm die TeilnehmerInnen der DELFI Konferenz zum Thema „Fahrgastinformation – Fertig! Und wieder los?“  in Berlin mit auf einen gedanklichen Ausflug nach Österreich und veranschaulichte, was sich im Bereich multimodale Reiseinformation bislang getan hat und welche Herausforderungen noch bevorstehen.

Ausgerichtet wurde die 3. DELFI-Konferenz vom Verein zur Förderung einer durchgängigen, elektronischen Fahrgastinformation (DELFI) e.V.. Gastgeber war das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Über 150 in- und ausländische Branchenvertreter verfolgten zahlreiche Vorträge sowie eine Podiumsdiskussion zum Thema „Verkehrsdaten, das Gold des 21. Jahrhunderts?“

 

Frau Neuhäuser, welche Erkenntnisse konnten Sie durch die Teilnahme an der Konferenz gewinnen?

Es war spannend mit namhaften ExpertInnen die aktuellen Entwicklungen rund um die Themen integrierter Mobilitätsplattformen, Endkundendienste zum „Planen – Buchen – Bezahlen“ und die verschiedenen Rollen- und Geschäftsmodell zu diskutieren. Deutschland setzt im Bereich der Reiseinformation, wie Österreich auch mit der Verkehrsauskunft Österreich, auf eine bundesweite Integration der Daten zu einer multimodalen Routingplattform. Abseits von der Beauskunftung ist aber noch offen, wie die gesamte Servicekette vom Planen, über Buchen und schließlich zum Bezahlen in Deutschland verkehrsträgerübergreifend organisiert sein wird. Dies ist besonders spannend, da in Österreich unter dem Schlagwort „Mobility as a Service“ parallele Diskussionen im Gang sind.

Die Podiumsdiskussion trug den Titel „Verkehrsdaten, das Gold des 21. Jahrhunderts?“ Wie stehen Sie zu dieser Aussage?

Verkehrsdaten sind sicherlich der Treibstoff für neue Dienste. Auf der Datenebene sind noch einige Probleme zu lösen, wenn es um Aspekte, der Synchronisierung und Harmonisierung von Datenbeständen geht oder um einheitliche Qualitätsstandards. Aber ebenso wichtig ist es, dass Mobilitätsdienstleiser, Verkehrsverbünde und Verkehrsbetreiber die eigene Rolle in der Servicekette für sich definieren. Neue Akteure treten in den Markt ein und übernehmen die Rolle eines Vermittlers (Broker) und Veranstalters (Reseller). Fazit der Diskussion war, dass nur eine offene und vertrauensvolle Diskussion über Strukturen, Nutzungsbedingungen und Kostenträgerschaften gemeinsam Lösungen finden lassen, die von allen Akteuren getragen wird.

Durch die Konferenz wurde deutlich, dass alle Akteure an dem Ausbau der digitalen Reisendeninformation und Services arbeiten – was braucht es, um Projekte wie LinkingDanube in die Tat umzusetzen? Welche nächsten Schritte sind in Zukunft unumgänglich, um im Bereich Fahrgastinformation/Grenzen überwinden weiterzukommen?

Das Projekt LinkingDanube zeigt wie das „Linking of Services“ Konzept konkret umgesetzt werden kann und demonstriert die technische Machbarkeit: Dabei wurden erstmals in Europa sechs bestehende Reiseinformationsdienste der Donauregion (aus CZ, AT, SK, HU, SI, RO) mittels einer API basierend auf dem CEN/TC 17118:2017 Standard „Open API for Distributed Journey Planning“   verknüpft. Ein „verteilender Kommunikationsknoten“, der so genannte „Danube Region Journey Planner“ ermöglicht die Kommunikation im System. In Zukunft brauchen wir, neben dem technischen Konzept, eine tragfähige organisatorische Architektur, der eine gemeinsame „Informationsbereitstellungs-Policy“ zugrunde liegt.

 

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